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Reissdorf Kölsch wird von Menschen gebraut
 
die in modernen Arbeitsabläufen stehen und/oder sich der neuesten Technik bedienen. Wir stellen Ihnen diese Menschen ebenso vor wie wir einen Blick hinter die Kulissen, auf die Brauerei-Technik und in Vertrieb und Verwaltung der größten Kölsch-Brauerei werfen. Heute: Elektromeister Rainer Knoche

Man könnte sagen, dass dieser Mann ständig unter Strom steht. Was im übertragenen Sinn auch stimmt. Denn Rainer Knoche (50) ist als Nachfolger von Wolfgang Lanzrath, der seinen wohlverdienten Ruhestand lebt, der Mann in der Brauerei, der als Elektromeister dafür verantwortlich ist, dass „alles läuft“, immer die nötige Energie fließt.
Rainer Knoche ist gebürtiger Dortmunder und seit 2014 Neu-Kölner, am 1. August kam er zu Reissdorf. Und brachte Brauereierfahrung mit: Lange Jahre war er als Energieanlagen-Elektroniker für die Brauerei in Iserlohn tätig. Als Elektromeister ist er beim kölschen Bier-Marktführer für den gesamten großen Bereich der Elektrotechnik und Elektronik verantwortlich. Er sagt es salopp so: „Ich mache alles von der Steuerungstechnik bis zum Glühlampenwechsel.“ Sein Aufgabengebiet ist vielfältig. Kernpunkte sind die komplette Überprüfung, Wartung und vorbeugende Instandhaltung aller elektro-haustechnischen Anlagen in der Brauerei. Das fordert einen ganzen Mann.
Besonders unter Strom steht er, wenn Störungen den Braubetrieb beeinträchtigen können. Etwa, wenn für Mini-Sekunden der Strom in einem Betriebsteil ausfällt, was vorkommt. „Dann haben wir stundenlang Arbeit, um alles wieder richtig ins Lot zu bringen, der Brauprozess ist aber an keiner Stelle gefährdet.“

Zusätzlich unter Strom steht Rainer Knoche auch noch durch drei andere Aufgaben in der Brauerei in Rodenkirchen: Er ist als Sicherheitsfachkraft aufgestellt und trägt als Laserschutz- und Strahlenschutzbeauftragter eine hohe Verantwortung in der und für die Privat-Brauerei Reissdorf.

Sein Leben ist neben der Brauerei – er ist auch Teil der internen Rufbereitschaft – seine Familie. Er pendelt, ist alle zwei Wochen daheim in Iserlohn. Manchmal fährt er mit dem Motorrad, seiner dritten Liebe nach der Familie (zwei erwachsene Kinder) und der Brauerei. Seine Frau Suzana pendelt ebenfalls – sie kommt an seinem Bereitschaftswochenende nach Köln. Als Fußballfan von Borussia Dortmund hat der „Teilzeit-Kölner“ bei seinen „rot-weißen Kollegen“ in der Brauerei einen schweren Stand, nimmt das aber mit Humor. Und der Erfolg der Schwarz-Gelben gibt ihm ja auch Recht. Auch an das Kölsch hat sich der Westfale als „geborener Pilstrinker“ schon ein wenig gewöhnt.
Elektromeister Rainer Knoche