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Bowling ist „in“: In Kölns größtem Center in Braunsfeld ist jedes Wochenende Party – mit Sport, Spiel und reichlich Reissdorf Kölsch
 
It’s Partytime, let’s go!
Vor allem an Freitagen und Samstagen geht im größten Bowlingcenter Kölns am Melatengürtel in Braunsfeld regelmäßig die Post ab. Auf 20 Bahnen wird eine gar nicht ruhige Kugel geschoben, das Kölsch fließt in Strömen, gerne auch aus ’nem Pittermännsche direkt an der Bahn. Moderne Elektronik macht das Spiel kinderleicht: Aufschreiben, wer wie viele Pins getroffen hat, braucht keiner mehr – das macht Kollege Computer.
Es ist laut und wird noch lauter, wenn einer (eine) alle zehn Pins abräumt. Hinzukommt die Musikbeschallung, die atemlos ist. Bowling ist angesagt wie nie. Wie überhaupt auch Kegeln wieder vorsichtig nachgefragt wird. Interessanterweise weniger (wie früher) auf dem Land, dafür aber in vielen Stadtkneipen.

Bowling ist Party mit sportlich-gastronomischem Hintergrund
Bowling ist Party, wenn man so will: Feiern mit leichter sportlicher Betätigung. „Der Fun-Faktor ist enorm und auch ganz wichtig“, sagt Joshua Lang (27), zusammen mit seiner Schwester Jessica in zweiter Familiengeneration (seit 1970) Betreiber von West Bowling am Gürtel unweit von dessen Kreuzung mit der Aachener Straße. Auch eine Billardlounge mit Pool- und Snookertischen, dazu Flipper und Kicker stehen für die Gäste aller Altersgruppen bereit. In der kleinen Gastronomie mit Bar gibt es klassisches Fingerfood wie Burger, Pommes und Pizza. Reissdorf Kölsch ist mit Abstand das beliebteste Bier am Platze.
Entstanden ist das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts in den USA und war so etwas wie die Antwort der Neuen Welt auf den Kegelsport im alten Europa. Hauptunterschied: Die Bowlingkugeln haben Löcher für die Finger und die Kegel heißen hier Pins und es sind zehn, nicht neun. Die neue Sportart verbreitete sich rasch und ist heute gängiger als das herkömmliche Kegeln. Auch in den USA wurde zunächst allerdings gekegelt – meistens um Geld und oft mit allerlei Lug und Trug.
Kegeln in Kneipen in Deutschland ist heute nicht mehr wirklich angesagt. Aber: In guten Innenstadt-Lagen gehen auch (wieder) die Kegelbahnen. Wie im Reissdorf-Brauhaus am Griechenmarkt. Chef Reiner Wilkens berichtet: „Wir sind sehr gut gebucht und zwar von Männer- und Frauenclubs gleichermaßen.“ Wilkens, der auch das „Wilkens 1835“ in Kerpen als Restaurant, Kneipe und Hotel führt (s. Reissdorf News 1/16), hat die Kegelbahn im Stammhaus beim letzten Umbau „geopfert“ – zugunsten einer ansprechenden, modernen Gastro-Location.
Beide Bahn- und Kugel-Sportarten waren nie olympisch, werden aber vom IOC als olympiawürdig eingestuft. Was immer das bei den IOC-Granden heißen mag … Bowling hat es immerhin in die Endauswahl der neuen Sportarten für Olympia in Tokio 2020 geschafft, war auch schon einmal 1988 Demonstrationswettbewerb bei Olympia in Seoul (Südkorea).

Familiäre Atmosphäre und 20 Bowlingmaschinen
Den Bowling-Spielern im Center in Köln am Gürtel, das leider nicht barrierefrei ist, ist Olympia ziemlich schnuppe. Für sie ist das Spiel ein angesagter Zeitvertreib, beliebte Partytime und ein Gute-Laune-Treff mit Freunden. Die 20 hochmodernen Bowlingmaschinen sind an das weltweit führende Scoringsystem gekoppelt und bieten durch regelmäßige Updates immer die angesagtesten Spiele an. Hier läuft Sky und es werden alle FC-Spiele gezeigt, die ja in dieser Saison bislang oftmals Trauerspiele waren. Generell, sagt Lang, lege man Wert auf eine familiäre Atmosphäre und habe ein eigenes Party- und Discokonzept (u. a. mit Nebelmaschinen, Schwarzlichtleuchten und Discokugel). Hier werden mit Kinderkugeln Kindergeburtstage gefeiert, hier wird 365 Tage im Jahr, auch Weihnachten, ’ne flotte Kugel geschoben.

Adresse West Bowling Center Köln, Melatengürtel 21, 50933 Köln,
Tel.: +49 221 95424411, www.bowling-cologne.de

Im Bowlingareal stehen 180 Sitzplätze, in der Lounge rund 60 und im Barbereich nochmals 20 Sitzplätze für Gäste und Kunden bereit. In der Billardlounge stehen weitere 120 Sitzplätze zur Verfügung. Geöffnet ist das ganze Jahr täglich ab 12 Uhr, sonntags bereits ab 10 Uhr.


Im Bowlingareal stehen 180 Sitzplätze, in der Lounge rund 60 und im Barbereich nochmals 20 Sitzplätze für Gäste und Kunden bereit. In der Billardlounge stehen weitere 120 Sitzplätze zur Verfügung. Geöffnet ist das ganze Jahr täglich ab 12 Uhr, sonntags bereits ab 10 Uhr.



Joshua Lang (mit Bart) schmeißt mit Erfolg und viel Einsatz das West Bowling Center in Köln am Melatengürtel.