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Schon der erste Läuteversuch der 1923 von Glockengießermeister Heinrich Ulrich im thüringischen Apolda gegossenen Glocke scheiterte. Gerade erst feierlich im Glockenstuhl des Südturmes eingeweiht, riss am Weihnachtsabend 1924 das Seil der Läutemaschine. Und der Glockenklang verebbte nach nur drei Schlägen. Erst am 10. Oktober 1925 war in Köln zum ersten Mal das feierliche Geläut der nach dem Dompatron – dem Heiligen Petrus – benannten Glocke zu hören.
Glocke ohne Klöppel ist wie Köln ohne Kölsch
Aber das Teil, das die Glocke erst zum Klingen bringt, blieb auch weiterhin ihr größtes Problem. 2011 riss just während einer Andacht der Klöppel und legte den Dicken Pitter für Monate lahm. Und auch 2017 ist die Glocke wieder klöppellos. Der wurde im April dieses Jahres ausgebaut. Eine neue Aufhängung soll es richten, so ist es aus der Dombauhütte, die für alle Arten von Baumaßnahmen rund um den Dom zuständig ist, zu vernehmen. Zu Weihnachten sollte der Klöppel, der zurzeit tatenlos unter der Glocke ruht, eigentlich wieder instand gesetzt sein. Doch daraus ist nichts geworden. Und die Kölner müssen deshalb in diesem Jahr auf ihr traditionelles Dicke-Pitter-Läuten verzichten. Aber nicht auf den Glockenklang in der Heiligen Nacht. Denn da übernimmt die Zweitbesetzung: die 10.000 kg schwere Pretiosa – die Kostbare. Und in Köln darf man weiter auf den Einsatz der Lieblingsglocke hoffen – vielleicht zu Ostern.

Dicke-Pitter-Läuten im Web:
www.koelner-dom.de/rundgang/domglocken/domgelaeut
Ein Schwergewicht unter den Kirchenglocken der Welt ist mit gut 24 Tonnen Kölns Dicker Pitter. Weil der Klöppel der Glocke mal wieder repariert werden muss, hat Pitter Pause.