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Der Ursprung des Reinheitsgebotes liegt in Bayern. Man spricht daher auch häufig vom "bayrischen Reinheitsgebot". Das bayerische Reinheitsgebot wurde am 23. April 1516 durch den bayerischen Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt erlassen. Dieser Erlass regulierte einerseits die Preise, andererseits die Inhaltsstoffe des Bieres.
Der Erlass des Reinheitsgebotes begründet sich mitunter auf den abenteuerliche Ideen der mittelalterlichen Bierbrauer, wie sie ihrem Gebräu einen besonderen Geschmack verleihen könnten oder es sich haltbarer machen ließe. So versuchte man bspw. helles Bier dunkler zu machen, indem man kurzerhand Ruß zugab oder Kreidemehl verwandte, um sauer gewordenes Bier wieder genießbar zu machen.
Interessanterweise wird die zur Bierherstellung notwendige Hefe nirgends im Reinheitsgebot erwähnt. Als Grund dafür wird häufig angenommen, dass die Hefe an sich zwar bekannt war, aber man noch nicht ihre genaue Wirkungsweise bei der alkoholischen Gärung verstand.
Das Reinheitsgebot galt bis 1998 als das älteste Lebensmittelgesetz.

Urkunde zum Reinheitsgebot



Das bayerische Reinheitsgebot war nicht das erste Gesetz seiner Art. Von folgenden Städten ist u.a. ein Erlass überliefert, der die Qualität des Bieres betraf: Augsburg (1156), Nürnberg (1293), München (1363), Regensburg (1447).

Augsburg 1156
Auf deutschem Boden gibt es den ersten urkundlich belegten Hinweis aus der Zeit des Kaisers Barbarossa. Dieser gab im Jahr 1156 der Stadt Augsburg eine neue Rechtsverordnung, die berühmte "Justitia Civitatis Augustensis", die das älteste deutsche Stadtrecht ist. Und schon darin ist vom Bier die Rede: "Wenn ein Bierschenker schlechtes Bier macht oder ungerechtes Maß gibt, soll er gestraft werden..." Die Strafe war übrigens schwer und betrug 5 Gulden, beim dritten Verstoß wurde dem brauenden Wirt die Lizenz entzogen.

Nürnberg 1293
Eine weitere Vorschrift ist aus der Stadt Nürnberg bekannt. Dort durfte auf Beschluß des Stadtrates ab 1293, aufgrund einer Hungersnot erlassen, zum Bierbrauen nur Gerste und kein anderes Getreide verwendet werden. Die Münchener Stadtverwaltung befahl rund 30 Jahre später, 1320, das Bier nach dem Brauen eine Zeitlang zu lagern.

München 1363
Um die Qualität des Bieres kümmerten sich schon 1363 auch die Münchener. Sie übertrugen 12 Mitgliedern des Stadtrates die Bieraufsicht. Und 1447 verlangten sie ausdrücklich von den Brauern, dass sie zum Bierbrauen nur Gersten, Hopfen und Wasser verwenden dürfen "...und sonst nichts darein oder darunter tun oder man straffe es fuer valsch".

Herzog Albrecht IV. bestätigte 40 Jahre später diese Forderung des Münchener Stadtrates, denn er hatte erfahren, dass im Norden Deutschlands das Biergeschäft vor allem deshalb blühte, weil die dortigen Zünfte dafür sorgten, dass gutes Bier gebraut wurde.

Regensburg 1447
Die Regensburger beauftragten 1447 ihren Stadtarzt, das in der Stadt gebraute Bier regelmäßig zu kontrollieren und ein besonderes Augenmerk darauf zu haben, was an Zutaten in das Bier gegeben wurde. Nach den schlechten Erfahrungen des Stadtarztes brachten sie 1453 eine Brauordnung heraus.



Das Reinheitsgebot hat eine mittlerweile gut fünfhundert Jahre alte Geschichte. Im Laufe dieser Zeit hat es drei wesentliche Ausprägungen durchlebt:

· Das bayerische Reinheitsgebot von 1516 ist eine der ältesten lebensmittelrechtlichen Regelungen überhaupt, die im Unterschied zu früheren Brauordnungen landesweit verordnet wurde.
· Die Übernahme in nationales Recht, insbesondere das Deutsche Reinheitsgebot, ist definiert im deutschen Biersteuergesetz. Dies erfolgte im Jahr 1906 - gegen heftigen Protest der deutschen Brauwirtschaft, die zwar das "Surrogat-Verbot" (das Verbot von Zucker oder unvermälztem Getreide in der Bierherstellung) akzeptierte, sich aber gegen eine reichsweite Harmonisierung der Biersteuer auf das bayerische Niveau sträubte.
· Die Überführung in EU-Recht im Zuge der Liberalisierung des EG-Binnenmarktes. Die erlaubten Zusatzstoffe werden in der "Zusatzstoffverordnung" geregelt, Bier nach "Deutschem Reinheitsgebot" wird als "traditionelles Lebensmittel" geschützt.

Urkunde zum Reinheitsgebot
Ausführliche Informationen zum Reinheitsgebot


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